Cube-Techniken

Sie können es drehen und wenden, wie Sie wollen.

Die klassische Etagenwendetechnik

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Als unermüdlicher Pionier hatte Ferromatik Milacron die Etagenwendetechnik bereits in den 70er-Jahren vorgestellt. Ende der 90er-Jahre wurde sie wiederentdeckt und zusammen mit Foboha zur Würfel- und Doppelwürfeltechnik erfolgreich weiterentwickelt. Seit ihrer Einführung wurden mehr als 180 Produktionssysteme ausgeliefert, die im täglichen Produktionsbetrieb ihren einzigartigen Nutzen eindrucksvoll bestätigen. Mit der Etagenwendetechnik hat sich eine wirtschaftlich attraktive Alternative zu etablierten Systemen am Markt durchgesetzt.

Bei der klassischen Etagenwendetechnik dreht sich ein Etagenwerkzeug mit zwei Trennebenen mittels der so genannten Wendeeinheit vertikal um 180°. Diese Wendeeinheit ist durch Standardisierung wie ein Drehteller für verschiedene Werkzeuge verwendbar. Der Antrieb für die Drehbewegung ist meist in der unteren Wendeeinheit integriert und kann sowohl hydraulisch als auch elektrisch ausgeführt werden. Dabei liegen die Wendezeiten für eine 180°-Drehung je nach Werkzeuggröße und -gewicht zwischen 1,0 und 1,6 s. In der ersten Ebene entsteht ein Vorformling, der in der zweiten Ebene mit der zweiten Komponente ergänzt wird. Währenddessen wird in der ersten Ebene bereits der Vorformling des nächsten Zyklus erzeugt.

Die Vorteile der Etagenwendetechnik liegen auf der Hand: sie bietet die doppelte Kavitätenzahl im Werkzeug – und damit auch die doppelte Produktionsmenge. Um eine bestimmte Produktionsmenge herzustellen, ist also eine Spritzgießmaschine mit halbierter Schließkraft ausreichend, woraus sich niedrigere Investitionskosten und weniger Platzbedarf ergeben. Gleichzeitig sorgt die symmetrische Belastung auch bei unterschiedlichen Flächenverhältnissen zwischen Vorformling und Fertigteil für eine lange Lebensdauer von Maschine und Werkzeug.

 

Die Würfel sind gefallen

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Die konsequente Weiterentwicklung der klassischen Etagenwendetechnik ist die Würfeltechnik, bei der sich ein Würfelwerkzeug mit vier identischen Kernseiten um 90° dreht. Hier liegen die Wendezeiten für eine 90°-Drehung zwischen 0,4 und 0,8 s.

Die Würfeltechnik ist ein Quantensprung in der Etagenwendetechnik und bietet ein breites Spektrum an neuen Möglichkeiten. So lassen sich beispielsweise simultan zum Spritzgießprozess in den jeweils freien Außenpositionen des Würfelwerkzeuges auf der Bedien- und Bediengegenseite der Maschine zusätzliche Arbeitsschritte durchführen: Nachkühlung von Vorformlingen oder Fertigteilen, Einlegen von Labels oder Folien, Maßnahmen der Qualitätskontrolle oder Durchführung der Entnahme. Dadurch werden Zykluszeiten und Teilekosten zum Teil erheblich reduziert.

Die Würfeltechnik ist nicht nur auf Mehrkomponententeile beschränkt, auch bei Einkomponententeilen bringt sie wirtschaftliche Vorteile. Beispielsweise wird bei der Herstellung von linken und rechten Teilen das Würfelwerkzeug nicht in eine Richtung gedreht, sondern vor und zurück (alternierend), wodurch sich die Produktionsmenge verdoppelt.

 

Doppelt hält besser: Die Doppelwürfeltechnik mit integrierter Montage

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Der momentane Entwicklungsstand findet sich im Doppelwürfelwerkzeug wieder: Hier drehen sich zwei Würfel mit jeweils vier Seiten um 90°. Die Doppelwürfeltechnik bietet die gleichen Vorteile wie die Etagenwende- und Würfeltechnik. Darüber hinaus erlaubt der Doppelwürfel in der Mittelposition die automatische Montage der Teile, ohne die Zykluszeit zu verlängern.

Unsere Anwendungstechnik verfügt über umfassende Erfahrung zu den Einsatzmöglichkeiten der Cube-Techniken und berät Sie dazu gerne.

 
 

Ferromatik Milacron GmbH
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